Zeitzeugengespräch mit Horst Bernhard

Heute fand an unserer Schule eine Zeitzeugenveranstaltung mit Horst Bernard statt, dem ehemaligen Vorsitzenden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Saar. Packend schilderte Horst Bernard den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern der MLK sowie den über 40 angehenden Erzieherinnen und Erziehern des TGSBBZ Saarlouis von seiner Flucht nach Frankreich nach der Saarabstimmung im Januar 1935. Von den Nazis bedroht und verfolgt, versuchte die Familie Bernard, sich in Südfrankreich ein neues Leben aufzubauen und beteiligte sich am Widerstand gegen das Hitler-Regime. 1946 kehrte sie nach Deutschland zurück.

Bis heute setzt sich Horst Bernard mit großem Engagement für Erinnerungsarbeit und Aufklärung ein (insbesondere in der Gedenkstätte des Gestapolagers Neue Bremm). Die Frage einer Schülerin, ob ihm das Aufkommen und Erstarken rechtspopulistischer Kräfte Sorgen bereite, beantwortete er wahrheitsgemäß mit Ja und betonte, wie wichtig gerade deswegen historisch-politische Bildung und eigenständiges, kritisches Denken sind.
„Ich werde die Welt nicht mehr ändern können, aber ihr!“, war sein Appell an die über hundert Schülerinnen und Schüler in der vollbesetzten Aula. Ein eindrucksvoller Vormittag, der den jungen Menschen sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.

Das Zeitzeugengespräch fand statt im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gleiches Recht für alle – gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“, an dem Schülerinnen und Schüler der MLK sowie der Akademie für Erzieher und Erzieherinnen teilnehmen. Geleitet wird das Menschenrechtsprojekt von Katharina Klasen und Thomas Döring vom Adolf-Bender-Zentrum.

Quelle: Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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