Schulschachpokal 2017

Vierzig Mannschaften aus dem gesamten Saarland mit mehr als 170 Spielerinnen und Spielern haben sich in Kirkel-Neuhäusel in der Burghalle getroffen und in fünf Wettkampfklassen die Pokalsieger ausgespielt. Gespielt wurde in Vierer-Mannschaften mit bis zu zwei Ersatzspielern. Nach 134 Mannschaftskämpfen und 522 Einzelspielen standen die Sieger fest.
Eine Schülerin und sieben Schüler der Martin-Luther-King-Schule, alle um die dreizehn Jahre alt, machten sich bereits morgens um 8.30 Uhr zusammen mit dem Leiter der Schach-Werkstatt Dr. Norbert Heckmann und der Betreuerin Frau Rupp auf den Weg zum Turnier. In der Wettkampfklasse III (Jahrgang 2003 und jünger), in der die beiden Saarlouiser Teams am Start waren, traten sechzehn Mannschaften von acht Schulen gegeneinander an. Gespielt wurde in sieben Runden nach dem international üblichen Schweizer System. MLK II gewann zwei Runden und spielte einmal unentschieden, was den respektablen zwölften Platz bedeutete. MLK I übertraf mit vier Siegen alle Erwartungen und erreichte den siebten Platz. Dr. Heckmann: „Schach ist ein männlich dominierter Sport. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir im dritten Anlauf erstmals ein Mädchen mitnehmen konnten und dann zeigt sie es allen Jungs. Von sieben Partien hat sie nur eine einzige verloren. Und richtig stolz bin ich darauf, dass wir in unserer Altersklasse die erfolgreichste Gemeinschaftsschule im Saarland sind.“
Gewonnen haben sicher nicht nur die Mannschaften auf dem „Treppchen“ sondern alle Mannschaften mit ihren Spielerinnen und Spielern, weil Turniererfahrung, wie bei anderen Sportarten auch, allein durch Training nicht simuliert werden kann. Alle waren gespannt darauf zu erfahren, was ihre Spielkünste im Vergleich mit Gleichaltrigen Wert sein würden. Schach ist Integration, denn für die Saarlouiser Schule gingen mehrere Schüler mit Migrationshintergrund und ein Schüler mit Förderbedarf an die Bretter. Ein fünf- bis sechsstündiges Turnier fordert und fördert Kondition und Konzentration, was im Schulalltag sicher Vorteile bringt, aber auch Spaß machen kann, was man daran sieht, dass viele nicht zum ersten Mal mitgemacht haben.